Ich mag Herausforderungen. In der Fotografie sehe ich es als eine der grössten Herausforderungen, immer etwas Neues zu machen, eigene Ideen zu haben. Nicht nur irgendeinen anderen Fotografen zu kopieren, sondern einen eigenen Stil zu entwickeln. In vielen Sparten der Fotografie gibt es sowas wie ungeschriebene Gesetze – gerade bei Pferden. Pferde fotografiert man von etwas weiter weg, mit gebogenem Hals, gespitzten Ohren. Das ist das, was man gemeinhin als „schön“ empfindet. Obwohl ich diese „Regeln“ normalerweise ebenfalls befolge, mache ich mir es ab und zu gerne zur Aufgabe, diese Regeln (möglichst stilvoll) zu brechen. Mal was Neues zu probieren. Manchmal klappts, manchmal gehts schief. Gehört dazu.

Eine andere Art der Herausforderung ist es, etwas zu fotografieren, für das es überhaupt keine Vorlage gibt, das praktisch noch nie jemand gemacht hat. Es gibt keine Regeln, wie man eine Ziegen-Mensch-Kombination zu fotografieren hat. Ich hab jedenfalls noch nie solche Bilder gesehen. Ich kann nicht, wie ich es sonst so oft vor Shootings mache, im Internet nach Inspirationen, Ideen, Beispielen suchen. Man ist komplett auf sich und seine Fantasie gestellt und braucht eigene Ideen. Und das fordert einen 🙂

Helene ist ebenfalls Fotografin (hier gehts zu ihrer Webseite) und wir haben uns bereits zweimal getroffen für Shootings, und schon lange wollte ich sie auch mal mit ihren Geissli fotografieren. Ist nicht grad das alltäglichste Haustier der Welt 🙂 Zorro und Wollo folgen ihr auf Schritt und Tritt und begleiten sie regelmässig auf Wanderungen und Spaziergängen. So sind wir eines Tages losgezogen, in die Berge gefahren, und haben einfach mal ausprobiert, was es heisst, Ziegen zu fotografieren. Hier also das Ergebnis meines ersten Versuchs – vielleicht folgen irgendwann noch ein paar Versuche mehr 🙂

 


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