Wer ein bisschen auf Instagram unterwegs ist und das Rössli-Gen in sich trägt, kommt an Olga und Cornet fast nicht vorbei. Unter dem Namen „kurzkehrt“ betreibt Olga dort seit einiger Zeit einen Blog und erzählt aus ihrem Leben als Pferdebesitzerin. Dem einen oder anderen mag sich an der Stelle ein Gähnen aufdrängen – kann ich verstehen, denn solche Pferdeseiten gibt es mittlerweile mehr als genug. Doch während die meisten dieser Blogs unter der Durchschnittlichkeit ihrer Betreiber(innen) leiden oder zur Dauerwerbesendung verkommen, schafft es Olga, dass mein Herz jedesmal ein bisschen hüpft, wenn mein Newsfeed mir etwas Neues von kurzkehrt präsentiert. Mit erfrischender Nüchternheit und einem Mix aus Ernsthaftigkeit und sehr viel selbstironischem Humor analysiert Olga sich selbst, ihren Vierbeiner und die manchmal doch recht abstruse Rösseler-Welt. Als ich sie bei unserem Shooting gefragt habe, welche drei Eigenschaften Cornet am treffendsten beschreiben, kam als erstes: „Er ist mein bester Kumpel.“ Genau das strahlen die beiden, auf eine völlig unkitschige Art und Weise, auch aus – sowohl auf Instagram als auch im #reallife. Diese enge, aber nicht romantisierte Beziehung war neben der Tatsache, dass ich ein bisschen Mitschuld an Olgas Pferdebesitzer-Dasein trage, der Hauptgrund dafür, dass ich die beiden schon lange für ein Pferdeshooting besuchen wollte. Nach ein paar Mal verschieben und ein bisschen werweissen über das geeignete Wetter (wer Olga kennt, der weiss: Sie liebt Regen.), haben wir irgendwann relativ spontan beschlossen, das Shooting einfach durchzuziehen. Ziemlich unvorbereitet waren wir, sowohl im Bezug auf „Styling“ als auch bzgl. Ort und Licht. Normalerweise bin ich sehr darauf bedacht, in dieser Hinsicht perfekte Bedingungen zu schaffen, sie erleichtern definitv die Erschaffung von atemberaubenden Bildern. Ein kitschiger Sonnenuntergang oder eine postkartentaugliche Landschaft sind gute Helfer wenn es darum geht, ein Bild zum „eye catcher“ zu machen. Wenn ich davon nichts zur Verfügung habe, werde ich immer ein bisschen nervös, denn dann braucht es „echte“ fotografische Skills, um ein Bild zu erschaffen, über das der Betrachter nicht einfach hinwegscrollt. Dieser Herausforderung stelle ich mich aber eigentlich gerne. So auch hier – wir sind losgezogen mit Olga & Cornet, einem lieben Helfer mit der richtigen Musik und meiner Kamera inkl. einem Objektiv, das „man“ eigentlich als Pferdefotografin nicht benutzt (es wird langsam zu meinem Favoriten). Zwei Stunden, viel Spass und keine Posen später war ich um einige Bilder reicher, die ich sehr gerne mag. Danke Olga & Cornet für ein sehr entspannendes „back-to-the-root“-Shooting und danke Adi für deine sehr geduldige Hilfe!


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